Radio 8 zu Gast im Wohnheim Feuchtwangen

Ansbach, 10.03.2014 – Andreas Fischer, Moderator und Redakteur von Radio 8, besuchte die Bewohner des Wohnheimes in Feuchtwangen der Lebenshilfe Ansbach e.V. zu einem Interview.

„Selbstbestimmtes Leben“ so heißt die neue Sendung bei Radio 8, welche Ende März 2014 auf Sendung geht. Anlässlich dessen wurden zwei unserer Bewohner des Wohnheimes in Feuchtwangen, Nicole Lang von der Bewohnervertretung sowie Dieter Maag, zu Ihrem Alltag interviewt. Aber auch Michael Breuker, Geschäftsführer Bereich „wohnen und leben“ sowie Klaus Mack, Gruppenleiter im Wohnheim Feuchtwangen durften ein Statement über Ihre Arbeit abgeben. Hier ein kurzer Einblick über die Interviews. 

Dieter Maag, 48 Jahre alt und wohnt seit 7 Jahren im Wohnheim Feuchtwangen

Er arbeitet in der Holzbearbeitung der Westmittelfränkischen Lebenshilfe Werkstätten GmbH in Feuchtwangen. Die Arbeit macht ihm sehr viel Spaß. Klar gibt es in der Werkstatt Kolleginnen und Kollegen, die man nicht so mag, aber es gibt auch welche mit denen man super auskommt und am liebsten zusammenarbeitet. Mit diesen Kolleginnen und Kollegen geht die Arbeit auch immer viel schneller, so Dieter Maag mit einem Grinsen im Gesicht.

Im Wohnheim wohnt er seit 7 Jahren und hat er sehr viel Spaß. Am besten findet er es, dass man gemeinsam kocht und die Zutaten hierfür zusammen einkauft. Im Wohnheim Feuchtwangen wird das Essen nicht von der Hauswirtschaft vorbereitet wie in den anderen Wohnheimen, sondern jede Gruppe erstellt ihren eigenen Speiseplan mit allen Bewohnern und Betreuern. Auch wenn man manchmal Kompromisse eingehen muss, kann jeder seine Wünsche äußern.

In seiner Freizeit liest er gerne Bücher oder hört Volks- und Countrymusik. So kann er nach der Arbeit am besten entspannen. 

Radiomitschnitt vom 28. März 2014

Nicole Lang, 32 Jahre alt und wohnt seit der ersten Std. (10 Jahre) im Wohnheim Feuchtwangen

Sie arbeitet ebenfalls in der Werkstatt der Westmittelfränkischen Lebenshilfe Werkstätten GmbH in Feuchtwangen. Aber im Gegensatz zu Hr. Maag arbeitet sie in der Montage. Die Arbeit bereitet ihr genauso viel viel Freude wie das Wohnen im Wohnheim Feuchtwangen.

Im Wohnheim selbst ist sie in Ihrer Gruppe momentan die einzige weibliche Bewohnerin, aber es macht ihr nichts aus – schließlich hat sie ja viele Betreuerinnen um sich, die immer ein offenes Ohr für sie haben. 

Radiomitschnitt vom 28.03.2014

Klaus Mack, Gruppenleiter im Wohnheim Feuchtwangen

Die Arbeit mit den Bewohnern macht ihm sehr viel Freude. Es ist jeden Tag eine Herausforderung, jeden Bewohner gerecht zu werden. Aber dieser Herausforderung stellt er sich gerne. Denn die Dankbarkeit der Bewohner in diesem Haus ist sehr groß. Jedes Erlebnis mit den Bewohnern ist etwas Besonderes.

Der Tagesablauf von Hr. Mack sieht in der Regel wie folgt aus:

Am Morgen hilft man den Bewohnern bei der Tagestoilette und frühstückt zusammen. Anschließend wird drauf geschaut, dass alle rechtzeitig zu den Bussen gehen, die unsere Bewohner auf die Arbeit fahren. Bei den Bewohnern, die auf die Arbeit laufen, schaut man natürlich auch darauf, dass sie rechtzeitig das Haus verlassen.

Nach der Arbeit kommen die Bewohner nach Hause. Es wird der Ablauf des Abends besprochen. Termine, Einkaufen, Zubereitung vom Abendessen, Küchendienst und die ganz normale Freizeitgestaltung – alles muss unter einem Hut gebracht werden, so dass jeder Bewohner zu seinem Recht kommt.

Natürlich wird auch darauf geschaut, dass außergewöhnliche Wünsche und Bedürfnisse des einzelnen erfüllt werden können. So erzählt Klaus Mack mit einem strahlenden Gesicht, dass es im Wohnheim Feuchtwangen einige Bewohner gibt, welche sich für Wrestling begeistern. Nachdem es ein Wunsch eines Bewohners war in Nürnberg eine derartige Veranstaltung zu besuchen, hat der Bewohner noch weitere Mitbewohner gefunden, die gerne mitgefahren sind. Nach Rücksprache und Zustimmung von deren rechtlichen Betreuern fuhr dann eine Gruppe nach Nürnberg, natürlich unter Aufsicht, zu dieser Wrestling Vorstellung. Ein Erlebnis der Besonderen Art. Auch wenn Hr. Mack nicht Wrestling begeistert ist, war es für Ihn ein unvergesslicher Ausflug. Das ist nur ein Beispiel - es gibt viele Aktivitäten, die man den Bewohnern des Hauses auf diese oder andere Weise ermöglicht. 

Radiomitschnitt vom 28.03.2014

Michael Breuker, Geschäftsführer des Bereiches „wohnen und leben“

Er war bis 2012 noch Leiter der Wohnheime der Lebenshilfe Ansbach e.V. Durch die interne Umstrukturierung der Lebenshilfe ist Hr. Breuker, nun für den gesamten Bereich „wohnen und leben“ verantwortlich. Zu seinem Aufgabengebiet gehört unter anderem die Finanzierung, die personelle Ausstattung sowie die strategische Ausrichtung des gesamten Bereiches wohnen und leben.  Für ihn bedeutet das Wohnen in einem Wohnheim, den Menschen mit Behinderungen einen Ort der Geborgenheit, Sicherheit aber auch der Freiheit zu schaffen, an dem sie so selbstbestimmt wie möglich leben können.

Die einzelnen Feste der Einrichtungen, wie z.B. Sommer- und Frühlingsfest, Mooswiesencafé sind für ihn, den Mitarbeitern sowie für die Bewohner sehr wichtig. Durch diese Veranstaltungen möchte man die Arbeit im Wohnheim noch transparenter für die Öffentlichkeit darstellen, und für noch mehr Verständnis für die Menschen mit Behinderung und ihrer Wohn- und Lebenssituation werben.

Radiomitschnitt vom 28.03.2014

von links: Andreas Fischer (Radio 8), Michael Breuker (GF wohnen und leben), Günther Maag (Bewohner), Nicole Lang (Bewohnerin und Bewohnervertreterin) Klaus Mack (Gruppenleiter)

Bildergalerie Radiointerview

 

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