Maschinenring Ansbach unterstützt die Inklusive Wohngemeinschaft

Ansbach, 7.03.2014 – Maschinen- und Betriebshilfsring Landkreis Ansbach spendet der Lebenshilfe Ansbach für das Projekt der Inklusiven Wohngemeinschaft 1.920,00 €.

Schon seit einigen Jahren setzt sich der Maschinenring Ansbach in der Weihnachtszeit für soziale Einrichtungen bzw. Projekte ein. Nachdem der Maschienenring von dem Projekt der Inklusiven Wohngemeinschaft der Lebenshilfe Ansbach e.V. gehört hat, war er von der Idee begeistert. So verzichtete Gerhard Sauerhammer, langjähriger Vorsitzender des Maschinenrings, auf sein Abschiedsgeschenk und spendete den Erlös in Höhe von insgesamt 1.920,00 Euro der Lebenshilfe Ansbach.

Die Inklusive Wohngemeinschaft ist ein zusätzliches Wohnangebot, welches die Lebenshilfe Ansbach e.V. zusammen mit einer neugegründeten Elterngruppe „Inklusives Wohnen Ansbach“ ins Leben gerufen hat. In der „Inklusiven Wohngemeinschaft“ sollen künftig fünf Menschen mit und vier Menschen ohne Behinderungen miteinander in einer großen WG mitten im Zentrum von Ansbach wohnen. Die Gestaltung des Alltags ist eine gemeinsame Aufgabe aller Bewohner, bei der sich jeder nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten einbringen kann. Egal ob beim Kochen oder Spülen, beim Duschen oder der Körperpflege, bei Liebeskummer oder im Urlaub, es ist immer ein Ansprechpartner, der gleichzeitig auch die Bewohner mit Behinderung unterstützt, da. Denn einmal unter der Woche und einmal im Monat am Wochenende wird ein WG-Bewohner ohne Behinderung „Dienst“ haben. D.h. er sorgt dafür, dass die Bewohner rechtzeitig aufstehen, sich fertig machen und pünktlich das Haus verlassen. Am Abend ist der Alltag zu bewältigen. Kochen, putzen, Wäsche waschen und was noch alles in einem Haushalt dazu gehört. Im Gegenzug zu der stundenweisen Unterstützung der Mitbewohner können engagierte Mitarbeiter (Bewohner ohne Behinderung) mietfrei wohnen. Fachkräfte wie Sozialpädagogen, Heilerziehungspfleger und Erzieher unterstützen die WG in fachlicher Hinsicht. Hier richtet sich der jeweilige Bedarf nach den einzelnen Bewohner mit Behinderungen.

Gemeinsam mit der Elterngruppe möchte die Lebenshilfe Ansbach so einen weiteren Schritt in Richtung Inklusion gehen. Denn Inklusion ist in jedem Munde, doch gelebt wird es kaum, so auch Dr. Christine von Blohn, Vertreterin der Elterngruppe. Doch um die Inklusive Wohngemeinschaft in Ansbach zu verwirklichen, ist es in erster Linie notwendig, die Räumlichkeiten barrierefrei umzubauen, z.B. mit breiteren Türen (rollstuhlgerecht) und Gemeinschaftsräume auszustatten. Die Spende des Maschinenrings kommt hierfür wie gerufen. Zwar reicht dies nicht für die gesamten baulichen Veränderungen aber sie ist der Lebenshilfe eine große Hilfe, so Michael Breuker, Geschäftsführer des Bereiches „wohnen und leben“ der Lebenshilfe Ansbach e.V.

Damit nach Fertigstellung und Ausstattung der Räumlichkeiten die Bewohner der Inklusiven Wohngemeinschaft gleich einziehen können, treffen sich jetzt schon jeden Samstag interessierte WG-Bewohner mit und ohne Behinderungen, um sich kennenzulernen, so Renate Böhmländer, ebenfalls eine Vertreterin der Elterngruppe, welche auch die Initiative ins Leben gerufen hat. Durch dieses gegenseitige „Beschnuppern“ können engagierte Mitarbeiter testen, ob es Ihnen liegt und sie mit der Situation zu Recht kommen. Aber auch die Mitbewohner mit Behinderungen können hier schon eine Beziehung aufbauen, denn das Leben in einer Wohngemeinschaft berührt auch häufig die Privatsphäre eines jeden Mitbewohners. Das Gegenseitige Geben und Nehmen, Helfen und Unterstützen sowie die Stärken und nicht nur die Schwächen eines Menschen zu sehen, lässt hier eine WIN-WIN Situation für alle Bewohner der „Inklusiven Wohngemeinschaft “entstehen.