Pressearchiv

Spende für das Familienzentrum KiM

Im Januar hatten die Sternsinger der Kirchengemeinde Weißenkirchberg für das Familienzentrum KiM in Feuchtwangen gesammelt. Dabei war eine stattliche Summe von 3.350 Euro zusammengekommen. Mitglieder der Kirchengemeinde samt ihren Sternensingern kamen jetzt nach Feuchtwangen, um das Familienzentrum kennenzulernen.

Mit dem Lied „Einfach spitze, dass du da bist“ wurden die Gäste im KiM von Vorschülern aus der inklusiven Kita begrüßt. Der Geschäftsführer Michael Breuker stellte die vier Einrichtungen des KiM kurz vor. In der Frühförderstelle, der Schulvorbereitenden Einrichtung und der Heilpädagogischen Tagesstätte werden Kinder mit Behinderung gefördert, betreut und unterstützt. „Aber auch im Kindergarten haben wir einen hohen Anteil an Kindern mit Behinderung. Und das soll auch so fortgeführt werden“, erklärte er. Das KiM versteht sich auch als Familienzentrum. „Wir wollen uns nach außen öffnen und Familien verschiedene Formen von Unterstützung anbieten“, so der Geschäftsführer. Derzeit gibt es im Kim bereits Beratungsangebote von der Lebenshilfe, die regelmäßig stattfinden. Auch das Autismus-Kompetenz-Zentrum Mittelfranken bietet Sprechstunden im Hause an. Die Angebote des Familienzentrums sollen stetig ausgebaut werden.

Pfarrer Roland Balzer erzählte, dass 30 Kinder aus der Gemeinde als Sternsinger unterwegs waren am 06. Januar, um Spenden für das KiM zu sammeln. Obwohl das Sternensingen eine katholische Tradition sei, werde diese auch von der evangelischen Gemeinde in Weißenkirchberg gerne praktiziert.

Mitarbeiter des KiM erklärten den Gästen, wofür das Geld ausgegeben wird. Um Kinder zu unterstützen, die nicht sprechen oder sich in der Kommunikation schwertun, soll zukünftig das Metakom System verwendet werden. Metakom wurde von einer Mutter entwickelt, deren Tochter Meta nicht sprechen konnte. Deshalb zeichnete sie 10.000 Symbole, die sie nutzen konnte, um mit ihrer Tochter zu kommunizieren. Dieses System soll auch im Kim verwendet werden. Mithilfe der Symbole können verschiedene Materialien gestaltet werden, zum Beispiel ein Wochenplan oder ein Kommunikationsbuch, das Kinder immer bei sich tragen und damit auf ihre Bedürfnisse aufmerksam machen können.

Zweiter großer Wunsch der KiM-Mitarbeiter ist eine große Klangschale, in die sich Kinder auch hineinsetzen können. Den Klang zu spüren ist besonders für Kinder mit Beeinträchtigung eine wichtige Form der Selbstwahrnehmung und fördert die Konzentration.

Anschließend wurde den Gästen das KiM gezeigt. Die Kinder erhielten eine eigene Führung, die in Form einer KiM-Ralley gestaltet wurde. Durch die Räumlichkeiten führten dabei die Vorschüler selbst. Im Anschluß gab es für die Kinder ein Bilderbuchkino, das die Inklusion von Kindern mit Behinderung zum Thema hatte.