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Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Lebenshilfe Ansbach

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen haben auch die Lebenshilfe Ansbach fest im Griff. Die meisten der über 20 verschiedenen Einrichtungen sind derzeit geschlossen. Alle Einrichtungen für Kinder, wie die Inklusive Kindertagesstätte und die Heilpädagogischen Tagesstätten sind bereits seit 16. März zu, die Interdisziplinäre Frühförderstelle hat fünf Tage später die Türen geschlossen. Nur eine kleine Notgruppe in der Kita wird derzeit aufrechterhalten. Auch die Schulbegleiter sind aufgrund der Schließung der Schulen zurzeit ohne Beschäftigung.

Da Menschen mit Behinderung zur Risikogruppe zählen, sind die Werkstätten und Förderstätten per Erlass bis 19. April geschlossen. Dies bedeutet, dass 900 Menschen nicht mehr zur Arbeit in die Werkstätten in Ansbach, Lenkersheim und Feuchtwangen kommen. Die Arbeit steht aber nicht komplett still. Da wichtige Aufträge für die Wirtschaft bearbeitet werden müssen, springen Mitarbeiter ein, die sonst dafür zuständig sind die Menschen mit Behinderung zu betreuen: Gruppenleiter, Sozialpädagogen, Heilerziehungspfleger, Küchenkräfte und andere. Auch die Arbeit in den Wäschereien der Werkstätten in Feuchtwangen und Lenkersheim geht weiter. Dort wird dringend benötigte Wäsche für Seniorenheime und Krankenhäuser gewaschen und ausgeliefert. Der CAP-Markt in Schopfloch ist ebenfalls weiter geöffnet und versorgt die Bevölkerung mit Lebensmitteln.

Auch in den Werk- und Förderstätten steht eine Notbetreuung zur Verfügung. „Wir Führungskräfte sind in ständigem Austausch. Täglich findet eine Telefonkonferenz über alle Standorte hinweg statt“, sagt Dieter Bögelein, Geschäftsführer der Westmittelfränkischen Lebenshilfe Werkstätten GmbH. „Die Moral ist gut und die Motivation hoch, trotz der Corona-Krise. Alle Bereiche unterstützen sich gegenseitig“, lobt der Geschäftsführer. 

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Spende für das Familienzentrum KiM

Im Januar hatten die Sternsinger der Kirchengemeinde Weißenkirchberg für das Familienzentrum KiM in Feuchtwangen gesammelt. Dabei war eine stattliche Summe von 3.350 Euro zusammengekommen. Mitglieder der Kirchengemeinde samt ihren Sternensingern kamen jetzt nach Feuchtwangen, um das Familienzentrum kennenzulernen.

Mit dem Lied „Einfach spitze, dass du da bist“ wurden die Gäste im KiM von Vorschülern aus der inklusiven Kita begrüßt. Der Geschäftsführer Michael Breuker stellte die vier Einrichtungen des KiM kurz vor. In der Frühförderstelle, der Schulvorbereitenden Einrichtung und der Heilpädagogischen Tagesstätte werden Kinder mit Behinderung gefördert, betreut und unterstützt. „Aber auch im Kindergarten haben wir einen hohen Anteil an Kindern mit Behinderung. Und das soll auch so fortgeführt werden“, erklärte er. Das KiM versteht sich auch als Familienzentrum. „Wir wollen uns nach außen öffnen und Familien verschiedene Formen von Unterstützung anbieten“, so der Geschäftsführer. Derzeit gibt es im Kim bereits Beratungsangebote von der Lebenshilfe, die regelmäßig stattfinden. Auch das Autismus-Kompetenz-Zentrum Mittelfranken bietet Sprechstunden im Hause an. Die Angebote des Familienzentrums sollen stetig ausgebaut werden.

Pfarrer Roland Balzer erzählte, dass 30 Kinder aus der Gemeinde als Sternsinger unterwegs waren am 06. Januar, um Spenden für das KiM zu sammeln. Obwohl das Sternensingen eine katholische Tradition sei, werde diese auch von der evangelischen Gemeinde in Weißenkirchberg gerne praktiziert.

Mitarbeiter des KiM erklärten den Gästen, wofür das Geld ausgegeben wird. Um Kinder zu unterstützen, die nicht sprechen oder sich in der Kommunikation schwertun, soll zukünftig das Metakom System verwendet werden. Metakom wurde von einer Mutter entwickelt, deren Tochter Meta nicht sprechen konnte. Deshalb zeichnete sie 10.000 Symbole, die sie nutzen konnte, um mit ihrer Tochter zu kommunizieren. Dieses System soll auch im Kim verwendet werden. Mithilfe der Symbole können verschiedene Materialien gestaltet werden, zum Beispiel ein Wochenplan oder ein Kommunikationsbuch, das Kinder immer bei sich tragen und damit auf ihre Bedürfnisse aufmerksam machen können.

Zweiter großer Wunsch der KiM-Mitarbeiter ist eine große Klangschale, in die sich Kinder auch hineinsetzen können. Den Klang zu spüren ist besonders für Kinder mit Beeinträchtigung eine wichtige Form der Selbstwahrnehmung und fördert die Konzentration.

Anschließend wurde den Gästen das KiM gezeigt. Die Kinder erhielten eine eigene Führung, die in Form einer KiM-Ralley gestaltet wurde. Durch die Räumlichkeiten führten dabei die Vorschüler selbst. Im Anschluß gab es für die Kinder ein Bilderbuchkino, das die Inklusion von Kindern mit Behinderung zum Thema hatte.

1. Bücherflohmarkt der Feuchtwanger Werkstatt

Das Projekt „Der Bücherwurm“ der Feuchtwanger Werkstatt und Förderstätte hat seinen ersten Bücherflohmarkt veranstaltet. Günstige Bücher wurden, übersichtlich sortiert in Kisten und Regalen, zum Verkauf angeboten. Dabei konnte man jede Menge Schnäppchen machen: ein Buch kostete 1 Euro, beim Kauf von drei Büchern gab es noch eines obendrauf. Für reichlich Lesestoff war damit gesorgt.

Die Kunden konnten aber noch mehr als nur Bücher erwerben. Denn das Team des Bücherwurms hatte seiner Kreativität freien Lauf gelassen und alte Bücher einer neuen Verwendung zugeführt. Es entstanden Kleiderhaken, Kerzengläser, Tütchen mit Blumensamen und Blumentöpfe. So machte der Bücherflohmarkt nicht nur Lust aufs Lesen, sondern auch aufs Basteln.Außerdem gab es sogenannte „Leseknochen“ zu kaufen. Das sind eine Art Nackenkissen, die sich hervorragend beim gemütlichen Lesen verwenden lassen. Auch diese Kissen hatten die Feuchtwanger aus hübschen Stoffen selbst hergestellt und befüllt. Auch eine Lesung war auf dem Bücherflohmarkt geboten. Jungautorin Theresa Wagenbach las aus ihren Werken vor. Die Küche der Werkstatt hatte außerdem für kleine Leckereien gesorgt.

Den „Bücherwurm“ gibt es seit 2018. Das Projekt bietet Menschen mit Behinderung einen Computer-Arbeitsplatz, eine Neuheit in der Werkstatt. Die Arbeitsschritte werden vom ersten bis zum letzten Schritt von den Menschen mit Behinderung ausgeführt. Das Prinzip ist einfach: nicht mehr gebrauchte Bücher werden eingesammelt, sortiert, ins Computersystem aufgenommen, im Internet zum Verkauf angeboten und dann verschickt. Dabei unterstützen die Beschäftigten sich gegenseitig und bringen ihre jeweiligen Stärken ein.

Bislang wurden über 5555 Bücher über den Amazon-Shop verkauft. Wer zum weiteren Erfolg des Projekts beitragen will, kann seine gebrauchten Bücher bei Lebenshilfe-Werkstatt in Feuchtwangen vorbeibringen. Annahmezeiten sind Montag bis Freitag von 08:30 bis 15:00 Uhr.

Kindermusiktag erstmals im Familienzentrum KiM

Kinder lieben Musik und Tanz. Das stellte der 9. Kindermusiktag in Feuchtwangen eindrücklich unter Beweis. Zum ersten Mal wurde die Veranstaltung im Familienzentrum KiM abgehalten. Organisiert wird der Kindermusiktag, der nach vierjähriger Pause neu aufgelegt wurde, vom Team des Kinder-und Jugendchors „Cantemus“ und vom „Fachwerk für Musik und Bewegung“.

Rund 200 Kinder waren gekommen, um an den verschiedenen Workshops teilzunehmen. Dabei war für  jeden Geschmack etwas dabei: von Tanz, Malen mit Musik, Boomwhackers bis hin zu Trommeln und einem Klangschalen-Workshop. Die Kinder konnten sich auf einer Veeh-Harfe ausprobieren, Klangkörper basteln aus Schachteln und Gummibändern und ein Lied einstudieren. Insgesamt gab es 12 verschiedenen Stationen. Als Anerkennung für die Teilnahme gab es für die Kinder eine Urkunde und sie durften sich Buttons pressen lassen.

Mitarbeiterinnen der Kita im KiM waren vor Ort, um die Aktion zu unterstützen. Der Elternbeirat der Kita im KiM zeigte großen Einsatz und versorgte die Kinder und Eltern mit Pizzaschnecken, Waffeln, Muffins und Getränken. 

Damit die Eltern sehen konnten, was ihre Kinder sich in den vergangenen Stunden angeeignet hatten, gab es eine Abschlussveranstaltung im Ulrichsaal der katholischen Kirche, der sich gegenüber vom KiM befindet. Dort trat die Tanzgruppe auf, die Trommler zeigten, was sie gelernt hatten und auch die Boomwhacker-Gruppe sorgte mit ihren bunten Plastikrohren für gute Stimmung. Jürgen Rupp von Cantemus hatte mit den Kindern sein selbstgeschriebenes Lied „He, ho, hol den Anker ein“ aufgeführt.

Nathalie Lober
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