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Aktion Sonnenschein der Kita-Kinder im KiM

 

Die inklusive Kindertagesstätte aus dem Familienzentrum KiM hat sich eine besondere Aktion ausgedacht. Die Kinder aus der Notbetreuung haben Tütchen bemalt und mit Sonnenblumensamen bestückt. Diese Tütchen werden am Montag, 25. Mai 2020, vor dem Familienzentrum KiM aufgehängt. Die Öffentlichkeit darf vorbeikommen und die Sonnenblumensamen „pflücken“.

Mit der Aktion will das KiM in unsicheren Zeiten einen bunten Lichtblick schicken, verbunden mit dem Wunsch an die Bevölkerung durchzuhalten. „Ursprünglich war die Aktion nur für unsere KiTa-Kinder gedacht, die zuhause sind. Da wir nicht wissen, wann wir wieder alle zusammen sind, wollten wir den Kindern ein Zeichen schicken. Sie sollen wissen, dass wir an sie denken und, dass trotz Corona etwas Positives entstehen kann. So wie eine Sonnenblume wächst“, erklärt die Erzieherin Yvonne Horn. Von ihr stammt auch die Idee dazu, die angelehnt ist an die Regenbogen-Aktion, in der Kinder mit selbstgemalten Regenbogen in den Fenstern anderen Kindern ein Mut-mach-Signal senden. Die KiTa-Kinder zuhause wurden per Brief über die Aktion informiert.

Schönstes Sonnenblumen-Bild wird ausgezeichnet

Die Sonnenblumensamen können im Garten, auf Terrasse und Balkon gepflanzt werden und sollen damit etwas Sonnenschein ins Leben bringen. Auch im Garten der KiM-KiTa werden die Sonnenblumen gepflanzt, mit Unterstützung der Kinder. „Wenn alle zurück sind, können die Kinder gemeinsam die Sonnenblumen bewundern. Sie sollen als Symbol der Zusammengehörigkeit stehen“, sagt Yvonne Horn. Zudem passt die Aktion zum Jahresthema „Natur und Tiere“ der KiTa. Ein geplanter Besuch auf dem Bauernhof kann leider nicht stattfinden, dafür sollen zumindest die Sonnenblumen den Kindern die Natur näherbringen.

Die Öffentlichkeit ist dazu aufgerufen, ein Bild von ihrer Sonnenblume zu schicken. Einsendeschluss ist der 30. August 2020. Für das schönste Foto ist im September eine Preisverleihung geplant.

Kita im KiM | Lebenshilfe Ansbach e. V. 
Am Bleichwasen 1 | 91555 Feuchtwangen| kita@lebenshilfe-ansbach.de
 

Wäscherei der Lebenshilfe-Werkstatt
kümmert sich um Corona-Wäsche

In Corona-Zeiten rückt die Versorgung von Krankenhäusern, sowie Senioren- und Pflegeheimen mit hygienischer Wäsche in den Fokus. Auch die Wäscherei der Lebenshilfe-Werkstatt in Feuchtwangen leistet einen wichtigen Beitrag in der Corona-Krise.

In der Feuchtwanger Wäscherei der Lebenshilfe wird fast die komplette Wäsche aus der Klinik Dinkelsbühl, der Praxisklinik Feuchtwangen und aus den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Dinkelsbühl und Feuchtwangen gewaschen. Die Kooperation besteht schon seit über 25 Jahren.

Normalerweise arbeiten 19 Menschen mit Behinderung in der Wäscherei sowie zwei Gruppenleiter und zwei Wäschefahrer. Da aber derzeit alle Werkstätten und Förderstätten in Bayern bis einschließlich 19. April geschlossen sind, führen 15 Lebenshilfe-Mitarbeiter die Arbeit weiter. Unterstützung bekommen sie derzeit auch durch Personal aus dem Familienzentrum KiM, dass ebenfalls wegen der Corona-Maßnahmen geschlossen ist.

Auf der unreinen Seite, dort wo die Schmutzwäsche ankommt, arbeitet jeweils nur eine Fachmitarbeiterin aus der Wäscherei, um das Infektionsrisiko für das Personal möglichst gering zu halten. Im Schnitt 15 Mitarbeiter kümmern sich um die saubere Wäsche, die getrocknet, gemangelt und gebügelt werden muss. In der gesamten Wäscherei gilt es dabei den Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten.

Als sich abzeichnete, dass auch in der Lebenshilfe-Wäscherei bald infizierte Wäsche aus dem Dinkelsbühler Krankenhaus zu erwarten war, beriet sich das Personal in der Werkstatt. „Uns war schnell klar, dass wir diese Herausforderung annehmen wollen“, berichtet Christine Schiwietz, die Werkstattleiterin. Schließlich habe der ANregiomed Verbund die Wäscherei in Feuchtwangen auch immer mit Aufträgen versorgt. „Jetzt wollen wir unseren Beitrag leisten und mit unserer Kompetenz und Erfahrung die Krankenhäuser unterstützen. Wir sind froh, dass wir für kranke Menschen saubere Wäsche zur Verfügung stellen können“, so die Werkstattleiterin.

Die Arbeit von Wäschereien ist für Krankenhäuser und Altenheime systemrelevant, um Hygiene-Standards aufrecht zu erhalten und die Ausbreitung des Virus in den Risikogruppen zu verlangsamen. Die Wäscherei in Feuchtwangen kennt sich aus mit infizierter Wäsche. Die Einrichtung ist ISO-zertifiziert, was bedeutet, dass strenge Vorgaben des Robert Koch-Instituts eingehalten werden müssen. Dazu gehört zum Beispiel eine Hygienefachkraft, eine strenge Dokumentation, das Arbeiten mit einer reinen und einer unreinen Seite sowie regelmäßige Proben. Alle anfallende Wäsche wird nach Krankenhausstandard desinfizierend gereinigt, egal aus welchem Bereich. Neu ist, dass immer mehr gelbe Plastiksäcke in der Wäscherei ankommen. Diese speziell gekennzeichneten Säcke enthalten infizierte Wäsche und sind in diesen Zeiten meist mit dem Coronavirus verunreinigt.

„Unsere Fahrer gehen ins Krankenhaus und holen die Schmutzwäsche ab. Sie arbeiten konzentriert und verantwortungsbewusst“, erklärt Christine Schiwietz. Das gilt auch für das Fachpersonal auf der unreinen Seite, wo die Wäsche angeliefert wird. Allerdings sind eine Reihe zusätzlicher Schutzmechanismen etabliert. Die Mitarbeiter tragen Schutzanzüge, Haarhäubchen und FFP2 Maske, sowohl beim Be- und Entladen des Transporters, als auch beim Beladen der Waschmaschinen. Die Säcke werden komplett in die Wäschetrommel gegeben. Erst dann schneidet das Personal sie auf. Die Säcke werden einfach mitgewaschen und desinfiziert. Die Wäsche wird nach dem Waschvorgang auf der reinen Seite entladen und ist vollkommen unbedenklich. Meistens handelt es sich dabei um Bettwäsche, Intensivkleidung, Personalwäsche aus Stationen, OP-Kleidung und OP-Wäsche.

Der Transportbehälter wird in einer Schleuse für 20 Minuten desinfiziert. Auch der Transporter wird nach jeder Fahrt desinfiziert. Noch ist für das Personal ausreichend Schutzkleidung vorhanden. „Wenn es aber etliche Monate so weiterläuft, haben auch wir nichts mehr zur Verfügung“, so Schiwietz. Noch ist fraglich, ob das Material dann nachgeordert werden kann.

Derzeit reinigt die Wäscherei täglich rund 500 bis 600 Kilogramm Wäsche, hauptsächlich aus dem medizinischen Bereich und aus Seniorenheimen. Dafür bleibt die Wäsche aus dem Restaurant- und Hotelgewerbe gerade komplett aus.

5. Ansbacher Netzwerklauf entfällt aufgrund Corona-Krise

Ansbach – Die Lebenshilfe Ansbach hat sich entschlossen, den für den 08. Juli 2020 geplanten 5. Ansbacher Netzwerklauf abzusagen. Der Grund ist die unsichere Lage angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus. Ob im Sommer schon wieder Massenveranstaltungen stattfinden können ist fraglich. Zudem müssten jetzt die Vorbereitungen für den Lauf auf Hochtouren laufen. Denn der Netzwerklauf ist nicht nur eine reine Laufveranstaltung, sondern auch eine Berufsmesse auf der sich rund 25 Firmen aus der Region präsentieren, um mit Sportlern und Besuchern in Kontakt zu kommen. Derzeit hat aber die Bekämpfung der Corona-Krise und deren Folge Vorrang, sowohl bei der Lebenshilfe als auch bei den Firmen. Wir bedauern sehr, dass wir den Netzwerklauf für dieses Jahr auf Grund der derzeitigen Lage absagen müssen“, so der Vorsitzende der Lebenshilfe Ansbach, Kurt Unger. „Er hat sich in den letzten Jahren tatsächlich als Veranstaltung etabliert, die Netzwerke der besonderen Art schafft und Inklusion lebt“, so der Vorsitzende.

Einen Ersatztermin wird es nicht geben. Die Lebenshilfe Ansbach hofft, dass der Netzwerklauf im nächsten Jahr wie gewohnt stattfinden kann. Das Anmeldeportal, das seit Februar geöffnet war, wurde mittlerweile geschlossen. Alle bereits angemeldeten Läufer bekommen die Anmeldegebühren zurück. Sie erhalten demnächst Nachricht vom Laufveranstalter.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Ansbach, Werner Frieß, hält dem Netzwerklauf die Treue und bleibt auch im nächsten Jahr als Schirmherr erhalten. „Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Ich freue mich, wenn wir die Tradition im nächsten Jahr fortsetzen. Es wäre schön, wenn uns die Sportler treu bleiben und sich im nächsten Jahr wieder zahlreich anmelden“, so der Sparkassenchef.

Die Aussteller und Firmen zeigen bislang volles Verständnis für die Absage. „Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten. Viele haben schon zugesagt, dass sie im nächsten Jahr wieder mit dabei sind und den Netzwerklauf unterstützen“, so der Lebenshilfe-Vorsitzende Kurt Unger. Besondere Highlights, die zum 5-jährigen Jubiläum geplant waren, werden ebenfalls auf das nächste Jahr verschoben. So zum Beispiel die Verlosung von besonderen Preisen, die von Firmen gespendet wurden.

Interessierte können sich über die Homepage (ansbachernetzwerklauf.de) und über den Facebook-Auftritt der Laufveranstaltung über Neuigkeiten informieren.

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Lebenshilfe Ansbach

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen haben auch die Lebenshilfe Ansbach fest im Griff. Die meisten der über 20 verschiedenen Einrichtungen sind derzeit geschlossen. Alle Einrichtungen für Kinder, wie die Inklusive Kindertagesstätte und die Heilpädagogischen Tagesstätten sind bereits seit 16. März zu, die Interdisziplinäre Frühförderstelle hat fünf Tage später die Türen geschlossen. Nur eine kleine Notgruppe in der Kita wird derzeit aufrechterhalten. Auch die Schulbegleiter sind aufgrund der Schließung der Schulen zurzeit ohne Beschäftigung.

Da Menschen mit Behinderung zur Risikogruppe zählen, sind die Werkstätten und Förderstätten per Erlass bis 19. April geschlossen. Dies bedeutet, dass 900 Menschen nicht mehr zur Arbeit in die Werkstätten in Ansbach, Lenkersheim und Feuchtwangen kommen. Die Arbeit steht aber nicht komplett still. Da wichtige Aufträge für die Wirtschaft bearbeitet werden müssen, springen Mitarbeiter ein, die sonst dafür zuständig sind die Menschen mit Behinderung zu betreuen: Gruppenleiter, Sozialpädagogen, Heilerziehungspfleger, Küchenkräfte und andere. Auch die Arbeit in den Wäschereien der Werkstätten in Feuchtwangen und Lenkersheim geht weiter. Dort wird dringend benötigte Wäsche für Seniorenheime und Krankenhäuser gewaschen und ausgeliefert. Der CAP-Markt in Schopfloch ist ebenfalls weiter geöffnet und versorgt die Bevölkerung mit Lebensmitteln.

Auch in den Werk- und Förderstätten steht eine Notbetreuung zur Verfügung. „Wir Führungskräfte sind in ständigem Austausch. Täglich findet eine Telefonkonferenz über alle Standorte hinweg statt“, sagt Dieter Bögelein, Geschäftsführer der Westmittelfränkischen Lebenshilfe Werkstätten GmbH. „Die Moral ist gut und die Motivation hoch, trotz der Corona-Krise. Alle Bereiche unterstützen sich gegenseitig“, lobt der Geschäftsführer. 

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